Förderverein "Anhaltische Gemäldegalerie und Georgengarten" Dessau e.V.
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Samstag, 04. Februar 2006
Rechenschaftsbericht 2005

Vor einem Jahr habe ich den Rechenschaftsbericht des Vorstandes mit der Analyse von drei Schwerpunktbereichen unserer Arbeit begonnen. Diese drei Schwerpunkte waren: a. Die Vereinsarbeit als Kernstück der Realisierung unseres Satzungszweckes, b. Außendarstellung des Vereins, c. Gestaltung der Mitarbeit der Vereinsmitglieder. Der Vorstand hat im Jahr 2005 turnusgemäß zwölf mal getagt. Der Beirat wurde zu einer Beratung hinzugezogen. Die Arbeit des Vorstandes ist von Kontinuität und Disziplin begleitet. Der Arbeitsplan 2005 ist im wesentlichen erfüllt worden. Lediglich die Präsentation der Arbeit von Frau Pohl „Kunstschatz Georgium\" haben wir erneut auf den Arbeitsplan 2006 nehmen müssen. Wir glauben, dass sich die Kontinuität ausgezahlt hat und sie Grundlage für die qualitative Entwicklung der Vorstandsarbeit ist. Das Jahr 2005 war ein erfolgreiches Jahr für den Verein. Die wirksame Außendarstellung, die Präsenz in der lokalen Presse und unsere gemeinsamen Aktivitäten haben einen bedeutsamen Mitgliederzuwachs erbracht. Der Verein zählt nunmehr 126 Mitglieder!! Und wir wachsen weiter! In diesem Zusammenhang sei darauf verwiesen, dass der Vorstand an der Qualifizierung der Arbeit mit der Kassen- und Finanzordnung gearbeitet hat. Wir sind ein gutes Stück vorangekommen. Die Abrechnung der Einnahmen und Ausgaben unseres Vereins wird ein deutliches Indiz dafür sein. Kritisch ist jedoch anzumerken, dass uns noch nicht gelungen ist, weitere Einnahmequellen für den Verein zu erschließen. Das Spendenaufkommen ist nahezu Null. Sponsoringverträge mit finanziellem Hintergrund konnten nicht abgeschlossen werden. Wir alle sind aufgefordert, Bürger an der Arbeit unseres Vereins zu interessieren. Damit auch diese Bitte richtig eingeordnet werden kann. Wir brauchen viele Sponsoren, die bereit sind, auch kleine Beträge 25, 50 oder gar 100 EUR dem Vereinszweck zuzuwenden. Soweit dies in ihren Möglichkeiten steht - unterstützen sie uns. Und für diejenigen aus unserem Verein, die auch unter steuerlichen Gesichtspunkten eine Förderung des Vereins in Betracht ziehen können, sei gesagt - die Mitgliedsbeiträge sind als besonders förderungsfähig anerkannt und können mit einer Spendenbescheinigung bestätigt werden. Auch sonst werden alle Spenden ordnungsgemäß bescheinigt. Teilen Sie dem Vorstand ihre diesbezügliche Wünsche mit! Am Beispiel des Amors wird der Zusammenhang von finanzieller Ausstattung des Vereins und der Realisierung von bestimmten Vorhaben besonders deutlich. Der Verein hat bisher Spenden in einer Höhe von 6.750 EUR erhalten. Die denkmalpflegerische Genehmigung ist erteilt. Wir werden demnächst mit der Restaurierung des Amors beginnen können. Das uns vorliegende Gesamtangebot beläuft sich auf ca. 10.000 EUR. Unser Ziel sollte darin bestehen, die Fertigstellung der gegenwärtigen gestalterischen Maßnahmen im Park Georgium mit der Aufstellung des Amors an historischer Stätte zu vervollständigen. Sollte es bereits in diesem Jahr dazu kommen, wäre es ein schönes Zeichen erfolgreicher gemeinsamer Anstrengungen. Wir können an dieser Stelle die Hoffnung zum Ausdruck bringen, dass die fehlende Summe durch eine weitere großzügige Spende aufgebracht werden kann. Auch hier sei ein Wort der Klarstellung angebracht. Die Größe unserer finanziellen Mittel bestimmt die Intensität unserer Arbeit und auch die Wahrnehmungskraft in der Öffentlichkeit. Sie ist jedoch keineswegs das wichtigste Merkmal unserer Arbeit. Unsere vielfältigen Aktivitäten geben dem Verein ein unverkennbares Gepräge. Es ist ein facettenreiches Vereinsleben mit verschiedenen Höhepunkten entstanden. Es ist nunmehr an der Zeit, auf ein paar Höhepunkte unserer Arbeit im Jahr 2005 zu verweisen. Ich möchte mit dem Jahresende beginnen. Der Vorstand hat zum Anhaltischen Kunstverein Kontakt aufge-nommen und eine engere kollegiale Zusammenarbeit angeregt. Dies ist vom Vorstand des Kunstvereins in dankenswerter Weise aufgenommen worden. Bereits zur traditionellen Versteigerungsaktion des Kunstvereins im Dezember 2005 haben die Mitglieder unseres Vereins Einladungen erhalten und auch wahrgenommen. Dieses zarte Pflänzchen kooperativer Zusammenarbeit soll langsam wachsen. Auf Grund vielfältiger Doppelmitgliedschaften wird die eine oder andere gemeinsame Veranstaltung unseren Arbeitsplan weiter vervollständigen. Das Jahr 2005 hat mit einer finanziellen Beteiligung an der Ausstellung \"Kinderbuch- und Presseillustrationen\" von Sabine Wilharm im Februar begonnen. Am 19.05.2005 fand unter Leitung unseres Vorstandsmitgliedes Herrn Merz eine Begehung des Georgiums statt. Herr Merz erläuterte die umfangreichen Holzungsarbeiten und die weiteren Gestaltungen im Park. Diese Veranstaltung fand großen Zuspruch unter den interessierten Bürgern und Vereinsmitgliedern. Im Juni konnten wir wiederum zu einer Galerieführung durch Frau Dettmar begrüßen. Diese Führung stand unter dem Motto „Früchte und Blumen im Kreislauf von Leben und Tod\". Ein wesentlicher Höhepunkt unserer Vereinsarbeit war das Sommerfest am 13.08.2005. Nicht nur die Anzahl der Teilnehmer am Sommerfest hat überzeugt. Das Programm war ebenso gelungen! Die Ehrengäste (Herr Finanzminister Prof. Paque und der Vizepräsident des Landesverwaltungsamtes Herr Kuras) haben die Bedeutung des Bürgerengagements und des Ehrenamtes deutlich gemacht. Die Teilnahme der Ehrengäste hat aber auch die Bedeutung des Vereins für die Region herausgestellt. Diese Tradition sollten wir konsequent beibehalten und zum festen Bestandteil der Arbeit des Vereins machen. Es soll nicht vergessen werden, dass wir an diesem Tag die Mitgliederzahl 100 erreicht hatten. Wo wir heute stehen, habe ich Ihnen mitgeteilt. Am 9.9.05 fand dann die Feier zum 225. Jahrestages des Georgiums statt. Wiederum konnten wir zahlreiche Gäste begrüßen. Der Festvortrag von Prof. Hirsch - einem profunden Kenner der Historie des Parks - hat allen Teilnehmern neue Einblicke gewährt. Wir haben Herrn Prof. Hirsch gebeten an der Erstellung einer Festschrift zu diesem Ereignis mitzuwirken. Familiäre und gesundheitliche Probleme haben ihn bisher davon abgehalten. Wir werden jedoch dieses Vorhaben weiter verfolgen. Am 28.9. und 8.10. konnten wir den Park Hundisburg und Althaldensleben kennenlernen. 45 Vereinsmit-glieder und auch Nichtmitglieder waren dabei. Ein sehr schöner erlebnisreicher Tag! Das Parkpflegeseminar 2005 fand dann am 15.10. statt. Gemeinsam mit der Stadt, mit Gartenbaubetrieben der Region und vielen Bürgern konnten umfangreiche Arbeiten realisiert werden. Das zweite Parkseminar - diesmal in gemeinsamer Verantwortung von Stadt und Verein organisiert - war ein voller Erfolg. Im Dezember gab es neben der bereits erwähnten Kunstauktion auch noch eine weihnachtliche Bildbetrachtung mit Frau Dettmar. Der Vorstand schätzt ein, dass wir im Jahr 2005 ein umfangreiches Programm realisiert haben. An dieser Stelle gilt es denjenigen von Ihnen Dank zu sagen, die sehr intensiv an der Vorbereitung und Durchführung der einzelnen Veranstaltungen mitgewirkt haben. Wir wünschen uns noch mehr Bereitschaft mitzuwirken. Nehmen sie unbedingt mit uns Kontakt auf, wenn sie sich noch weiter in die Vereinsarbeit einbringen wollen. Zum Abschluss noch ein Wort zur Zusammenarbeit mit der Stadtverwaltung und der Galerie. Der Vorstand hat die Amtsleiter des Amtes für Umwelt- und Naturschutz / Grünplanung und des Kulturamtes zweimal in einer Vorstandssitzung zu Gast gehabt. Herr Dr. Michels war ebenfalls zu zwei Vorstands-sitzungen eingeladen. Die Sitzungen haben die Vorbereitung und Durchführung unserer gemeinsamen Veranstaltungen zum Gegenstand gehabt. Alle vereinbarten Festlegungen wurden im Großen und Ganzen erfüllt. Darüber hinaus haben wir auch Formen und Entwicklungen unserer weiteren Zusammenarbeit diskutiert. Einiges davon wird weiter besprochen werden. Anderes wiederum soll sich in verbesserter Qualität äußern. Die vorstehende Aufzählung unserer Aktivitäten im Jahr 2005 und auch der Arbeitsplan 2006 zeigen, dass wir in der Zusammenarbeit mit dem Umweltamt eine hohe Kontinuität erreicht haben. Dafür einen herzlichen Dank an Frau Dr. Kegler und Ihre Mitstreiter. Selbstkritisch müssen wir einschätzen, dass es uns noch nicht gelungen ist, die Galerie in bedeutender Weise in unsere Arbeitsplanung mit einzubeziehen. Daran müssen wir unbedingt arbeiten. In einer unserer nächsten Vorstandssitzungen hoffen wir, Herrn Dr. Michels als unseren Gast begrüßen zu dürfen. Es kann nur darum gehen, gemeinsame Aktivitäten in die Öffentlichkeit zu tragen, die Galerie zu einem Anziehungspunkt für die Bürger unserer Stadt zu machen und den Tourismus in den Park Georgium zu holen. Die Mitarbeit von Vereinsmitgliedern in der Bibliothek und in der Fotothek ist dabei ein vielversprechender Anfang. Allerdings können wir uns viel mehr vorstellen! Und gegenseitiges Geben und Nehmen sollte zur Selbstverständlichkeit werden. Uns allen darf ich die Hoffnung aussprechen, dass es der neuen Bundesregierung gelingen möge, die Rahmenbedingungen für den notwendigen wirtschaftlichen Aufschwung zu schaffen. (Maiwald, leicht gekürzt und geändert Merz)
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