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Förderverein "Anhaltische Gemäldegalerie und Georgengarten" Dessau e.V.
Anhaltische Gemäldegalerie | Sonderausstellungen und Veranstaltungen

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12. August 2018 - 11. November 2018 | Sonderausstellung

Akane Kimbara: Trilogie


Videoprojektion im Fremdenhaus beim Schloss Georgium 11.8.- 4.11.2018
Akane Kimbara - Trilogie

Die Zeichnung ist ein wichtiges Medium der künstlerischen Arbeit von Akane Kimbara. Ihre Videoarbeiten basieren oft auf Zeichnungen, deren Ideen sie weiterentwickelt. “Meine Zeichnungen behandeln bestimmte Gefühle. Diese Empfindungen erweitere ich in den Raum hinein. Die Räume im Fremdenhaus sind ein kleiner Kosmos im Park Georgium - sie sind wie ein Blatt Papier für mich, auf dem ich arbeite. Das Geschehen wird mit einer Videokamera aufgezeichnet. Die Kamera bleibt in einer festen Position wie ein Blatt Papier, und Figuren bewegen sich, Aktionen und Ereignisse finden statt. Die Aktionen selber sind wie ein Motiv meiner Zeichnung. Ich füge dem Motiv eine Zeitachse hinzu, aber ich will nicht direkt eine Geschichte erzählen.” In ihrer Ausstellung im Fremdenhaus zeigt Akane Kimbara eine Videoarbeit, die drei Aktionen dokumentiert, welche sie für den Ausstellungsort konzipierte und dort aufgenommen hat. Der Raum, in dem die Akteure agierten, ist derselbe, in dem die Besucher die Videoarbeit erleben. „Die Aktionen entziehen sich einer konkreten zeitlichen und narrativen Definition, sie existieren losgelöst in dem Raum, den sie sich nun mit den Besuchern teilen. Die Projektionsfläche schafft eine zusätzliche Ebene im Raum - fiktive Bilder legen sich über die Realität, Vergangenes begegnet Gegenwärtigem.“ Im Video sieht der Betrachter zunächst eine komplett schwarze Fläche, eine Person taucht auf, und nach und nach enthüllt sie den Raum. In einer weiteren Sequenz betritt eine Person den Raum und beginnt, auf präzise über den Boden verteilten Papieren zu tanzen, so dass die Blätter durcheinander gewirbelt werden. Aus der Dunkelheit des Nebenzimmers kommen Papierflieger gesegelt. „Zwei durch eine Türöffnung verbundene Räume als eine Einheit wahrzunehmen ist ein zentraler Aspekt meiner Arbeit. Der Durchgang fungiert auch als ein Motiv. Woher kommen die Papierflieger oder die Figur? Wohin verschwinden sie? Was birgt der hintere Raum, den man nicht direkt einsehen kann? Diese offen bleibenden Fragen, diese Leerstellen erfüllen eine wichtige Funktion. Wie in meinen Zeichnungen steht das nicht Gezeigte, Ausgelassene gleichwertig neben dem Sichtbaren und fordert den Betrachter auf, das Bild aus seiner eigenen Perspektive zu vervollständigen.“
Dank an Hoang Son „Minato“ Nguyen, Philipp Balcke und Burkhard Petersen für die Mitwirkung, an den Offenen Kanal Dessau und das Anhaltische Theater Dessau für die freundliche Unterstützung.
Das Fremdenhaus ist jeden Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet, der Eintritt ist frei.
Gleichzeitig werden in der Anhaltischen Landesbücherei Dessau, Wissenschaftliche Bibliothek, Zeichnungen von Akane Kimbara gezeigt, zusammen mit Kupferstichen von Daniel Chodowiecki zum "Elementarwerk" von J. B. Basedow aus der Sammlung der Bibliothek.Foyer des Palais Dietrich, Zerbster Straße 35, Mo 10-14 Uhr, Di und Do 14-18 Uhr, Fr 10-14 Uhr.
Akane Kimbara, 1971 in Shizuoka/Japan geboren, lebt in Berlin. www.akanekimbara.netProjekt von Büro Otto Koch im Kiez e.V., gefördert von Land Sachsen-Anhalt, Lotto Sachsen-Anhalt, Stadt Dessau-Roßlau.

Veranstaltungsort: Fremdenhaus beim Schloß Georgium
© Anhaltische Gemäldegalerie

28. Januar 2018 - 06. Januar 2019 | Sonderausstellung

Dessau und Rom. Friedrich Salathé (1793–1858) – ein Schweizer Zeichner der Romantik


Jahresausstellung 2018 der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessauin der Graphischen SammlungFriedrich Salathé, in Binningen bei Basel geboren, hat bei dem bedeutenden Landschaftsmaler Peter Birmann (1758–1844) seine künstlerische Ausbildung erfahren. Studienreisen durch die heimatliche Schweiz und an die oberitalienischen Seen sowie ein langer Romaufenthalt haben Salathés romantische, idealisierende Landschaftsauffassung geprägt. In Anhalt ist Friedrich Salathé vor allem durch seine Darstellungen des Dessau-Wörlitzer Gartenreiches bekannt geworden, das er im Jahr1845 selbst besucht hat, auf Einladung des Dessauer Künstlers Adolf von Heydeck (1787-1856). Die von Elbe und Mulde geprägte einzigartige Auenlandschaft mit den Parkschöpfungen unter Fürst Franz beeindruckte den Schweizer Künstler in ihrer Symbiose von Natur und Ideal. Seine hier entstandenen Darstellungen sind zugleich bedeutende Schilderungen des zu dieser Zeit erst etwa acht Jahrzehnte existierenden Gartenreiches. Es sind wirklichkeitsnahe Wiedergaben, durchaus von dokumentarischem Wert, die mit ihren Spaziergängern wie ein friedliches, harmonisches Arkadien erscheinen.

Veranstaltungsort: Fremdenhaus beim Schloß Georgium
© Anhaltische Gemäldegalerie



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 letzte Änderung: 13.08.2018 | © by Förderverein