sonderveranstaltungsonderveranstaltungsonderveranstaltungsonderveranstaltung Förderverein "Anhaltische Gemäldegalerie und Georgengarten" e.V.
Förderverein "Anhaltische Gemäldegalerie und Georgengarten" Dessau e.V.
Anhaltische Gemäldegalerie | Sonderausstellungen und Veranstaltungen

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05. Mai 2016 - 02. Juli 2016 | Sonderausstellung

Im Sinne Rousseaus.
Landschaften und Menschenbilder von Jean-Jacques de Boissieu (1736 - 1810)

Der französische Zeichner und Radierer Jean-Jacques de Boissieu genoss schon zu Lebzeiten europaweit hohes Ansehen bei Sammlern, Künstlerkollegen und im Hochadel. Sein vielfältiges Œuvre umfasst neben Landschaftsdarstellungen und Genreszenen auch Interieurs und Portraits. Wegen seines virtuosen Umgangs mit dem Hell-Dunkel-Kontrast (chiaroscuro) galt er als Rembrandt Frankreichs. // Besonderes Augenmerk der Ausstellungliegt dabei auf dem ganz eigenen Umgang des Künstlers mit der Darstellung des Menschen und auf seiner spezifisch neuen Art der Landschaftsdarstellung – beides vor dem Hintergrund der revolutionären, maßgeblich durch Jean-Jacques Rousseau (1712-1768) geprägten Gedankenwelt des 18. Jahrhunderts, die auch für die Gestaltung des Dessau-Wörlitzer Gartenreichs und in Dessau wirkende Künstler wie Johann August Friedrich Tischbein (1750 – 1812) und Carl Wilhelm Kolbe (1759 – 1835) vorbildlich war. // Neben der Landschaft spielt vor allem die Auseinandersetzung mit dem Menschen eine große Rolle in Boissieus Werk. Er zeigt Personen seines Umfelds in typenhaften Porträtstudien, schaut auf die Interaktionen von Kindern und Älteren oder beobachtet die Landbevölkerung bei ihrem beschaulichen Tun, ohne sie zur bloßen Staffage herabzuwürdigen. Auch Bettler und arme Menschen werden von ihm porträtiert, ohne sie bloßzustellen oder zu verspotten. Mensch, Tier und Natur finden in Boissieus Landschaften zu einer neuen Einheit, die näher an der individuellen und sozialen Realität ist. Diese Welt bleibt aber dennoch eine friedvoll-arkadische, in der auch das Thema der Vergänglichkeit anklingt.

Veranstaltungsort: Orangerie beim Schloß Georgium
© Anhaltische Gemäldegalerie

19. Juni 2016 - 30. November 2016 | Sonderausstellung

Licht und Schatten im Fremdenhaus
Almut Glinin

In Beziehung zur Jahresausstellung historischer Graphik konzipiert Büro Otto Koch seit 2006 ein Programm von Kunst der Gegenwart, die aus der Beschäftigung mit der historischen Kulturlandschaft in Dessau entsteht. Der Park Georgium im Einklang von Landschaftsgarten und Architektur fasziniert die bildende Künstlerin Almut Glinin seit vielen Jahren. Für das Fremdenhaus entwickelte sie eine räumliche Inszenierung auf Wänden und Tischen, in Beziehung zu den Fensterausblicken und zum einfallenden Tageslicht. Es ist eine auf den Ort bezogene Konstellation aus ihren eigenen Werken der Malerei und Bilder erzeugenden Glasobjekten: „Zwei Zimmer des ehemaligen Gästehauses werden bestückt mit Gegenständen, die ihre direkte Umgebung und die Aussichten auf den Park auf immaterielle Weise bildlich wiedergeben, zugunsten einer Aufmerksamkeit für Ort und Zeit. Innen- und Außenraum verbildlichen sich in Reflexionen und Projektionen zu einer aus Licht und Schatten geformten Bildwelt, die sich teilweise durchschichtet, zum Modell komprimiert wird, gegenwärtig ist und gleichzeitig Erinnerungen weckt an historische Kenntnisse.“ // Vom 19.6.2016 bis 1.1.2017 ist „Licht und Schatten im Fremdenhaus“ zu sehen, im Wechsel der Jahreszeiten werden sich die Eindrücke verändern. // Die Ausstellung ist ein Projekt von Büro Otto Koch im Kiez e.V., gefördert vom Kultusministerium des Landes Sachsen-Anhalt, von Lotto Sachsen-Anhalt und der Stadt Dessau-Roßlau. // Das Fremdenhaus ist jeden Sonntag von 12 bis 17 Uhr geöffnet, zusätzlich am Gartenreichtag 13. August 10-17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

Veranstaltungsort: Fremdenhaus beim Schloss Georgium

01. Februar 2016 - 30. Dezember 2016 | Sonderausstellung

Interim
Meisterwerke der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau

Wegen der umfassenden Sanierung des Schlosses Georgium ist die Ständige Sammlung der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau seit dem 31.12.2011 bis auf weiteres geschlossen. Eine repräsentative Auswahl von Meisterwerken der deutschen, niederländischen und italienischen Malerei ist während der Sanierung des Schlosses Georgium in einer Interimsausstellung im Museum für Stadtgeschichte (Johannbau) zu sehen. Das auf die Ständige Sammlung bezogene Angebot von Führungen und Kursen für Besuchergruppen, Familien, Schüler, Kinder und Senioren ist auf Grund der Sanierungsarbeiten nicht durchführbar. Es können jedoch Gruppenführungen für die Interimsausstellung gebucht werden. // Geöffnet: mittwochs bis sonntags 10 - 17 Uhr

Veranstaltungsort: Johannbau (Museum für Stadtgeschichte)
© Anhaltische Gemäldegalerie

12. Februar 2016 - 30. Dezember 2016 | Sonderausstellung

Theaterwelten der Franzzeit
Der Baumeister und Bühnenbildner Carlo Ignazio Pozzi (1766 – 1842) anlässlich seines 250. Geburtstages.

Der aus einer Tessiner Künstlerfamilie stammende Carlo Ignazio Pozzi, geboren in Mannheim, war nach dem Studium an der Mannheimer Akademie und längeren Aufenthalten in Frankreich und Italien, zunächst als Deckenmaler in Mannheim, Schwetzingen, Frankfurt und München tätig. Durch den Mannheimer Hofmaler Julius von Quaglio für die Bühnenmalerei gewonnen arbeitete er mit diesem am Münchener Hoftheater. In dieser Funktion gelangte er 1798 mit dem hier aushilfsweise tätigen von Quaglio nach Dessau, wo er u.a. den Plafond des von Erdmannsdorff neu errichteten Theaterbaus ausmalte. // Nach von Quaglios Rückkehr nach Mannheim übernahm Pozzi die Leitung des Dekorationswesens am Dessauer Hoftheater. In der Folge festigte er seinen Ruf als Entwerfer und Maler von Theaterdekorationen, um dann als Baumeister in die Fussstapfen Erdmannsdorffs zu treten. // Seit 1812 bis zu seinem Tod im Jahr 1842 war er als Leiter des Anhalt-Dessauischen Bauwesens tätig und prägte den Stil der wichtigsten öffentlichen Architekturen, aber auch das Festwesen der Stadt. Markante Beispiele stellen der Theatervorbau (1822/24), das Georg-Bernhard-Palais (1822/24), aber auch Kirchenbauten in Großkühnau, Raguhn, Wiendorf und Zerbst dar. Sein hohes Ansehen trug ihm auch Aufträge für Theaterdekorationen in Halle und Leipzig ein. //Neben Bauzeichnungen haben sich in den Beständen der Anhaltischen Gemäldegalerie Dessau Entwürfe für Brunnenskulpturen und insbesondere diverse Bühnenbildentwürfe erhalten. Es handelt sich um sorgfältig gezeichnete und fein lavierte Blätter, die einem lebendigen Eindruck von der damaligen Theaterszenerie geben. Der vorbildliche Klassizismus Erdmannsdorffs wird hier gleichsam in die Lebenswelt des klassischen Theaters übertragen. Dabei profitierte Pozzi von seiner großen Kenntnis italienischer und antiker Muster. // Über seine künstlerische Profession hinaus wurde der in Fremdsprachen und im gesellschaftlichen Umgang offenbar äußerst umgängliche Pozzi für das Herzoghaus auch in diplomatischer Mission tätig; dabei gelang es ihm insbesondere Auswirkungen von kriegerischen Feldzügen von Dessau und dem Gartenreich abzuwenden. // Geöffnet: nur sonntags von 12 - 17 Uhr oder nach Vereinbarung.

Veranstaltungsort: Fremdenhaus beim Schloss Georgium



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 letzte Änderung: 17.06.2016 | © by Förderverein