Der Widderkopfaltar (dreieckiger Altar) ist ein Teil der historischen Kleinarchitekturen im Georgengarten Dessau. Gelegen in nordwestlicher Richtung des Vasenhauses ist er zwischen 1780 und 1796 in der Entstehungszeit des Georgengartens erschaffen worden.
In einer historischen Beschreibung schrieb August Rode 1796:
„Endlich wird man durch den Anblick eines zierlichen Altars überrascht, den man zur Linken in einem runden Gebüsch entdeckt. Hohe Pappeln samt allerlei Unterholz schließen einen runden Raum ein, in dessen Grunde der Altar, aus Stein und an den Ecken mit Widderköpfen verziert, sich auf zwei Stufen erhebt. Ein ziemlich breiter Weg, den ein anderer im Mittel durchkreuzt, führt zu demselben hin. Und vier Birken auf den vier Viertelzirkeln zwischen den Wegen beschatten mit ihren tief hernieder hängenden Zweigen an beiden Enden des Kreuzwegs befindliche Bänke. Die Feierlichkeit des Ortes flößt stille Andacht ein.“
Der Widderkopfaltar weist seit viele Jahren Schäden auf, die nun im Rahmen der Restaurierung behoben werden sollen. So müssen die Widderköpfe schon vor 1950 defekt gewesen sein. Weitere Schäden erlitt der Altar durch einen Sturmschaden in den letzten Jahren, bei dem Teile des Altars abgeschlagen wurden. Abgeschlagene Teile wurden durch die Stadt Dessau-Roßlau geborgen und eingelagert.
Mit finanziellen Mitteln der Heise Stiftung Dessau und Eigenmitteln des Fördervereins “Anhaltische Gemäldegalerie und Georgengarten” Dessau e.V. sollen die abgeschlagenen Teile wieder angebracht werden. Sollten diese nicht mehr ansetzbar sein, müssen sie restauratorisch ergänzt werden. In diesem Zusammenhang sollen auch kleinere, bereits länger Zeit fehlende Teile anmodeliert werden. Der Grünbelag soll auf dem kompletten Kunstwerk entfernt werden.
Fotos: Dr. Reik Rupietta
